Tour zur Tour 2004

Start am Marktplatz in Asbach (Sa.17.07.04)

o.v.l. M.Pott, D.Eckhardt, M.Kremer, E.Groß, D.Borens

u.v.l. W.Simon, K.Weißenfels, B.Frings, W.Borens      

Fast schon traditionell fuhren Asbacher Freunde des Radsports zur Tour de France.

                          Dieses Mal führte sie der Weg nach Alpe d’Huez, wo das Bergzeitfahren der Tour     

            2004 ausgetragen wurde.

          Die Firmen „colorfant“ aus Bonn und „Rund um´s Rad Borens“ aus Asbach hatten für das nötige Outfit gesorgt, sodass es am Samstag, dem 17.Juli,  in Richtung Frankreich losgehen konnte. Zunächst nach Bonn mit dem Rad, wo noch ein Pressetermin anstand und dann mit dem Wohnmobil bis nach Alzey. Dort stieg man aufs Rad, um die Beine zu lockern und die wunderschöne Landschaft zu genießen. 

unterwegs in der Rheinebene: Cave, Erich, Pitter, Dietmar, Willi

Nach rund 100 Kilometern stieg man wieder in die beiden Wohnmobile ein und legte die noch zu fahrenden 750 Kilometer während der Nacht zurück.

Am frühen Morgen erreichte man das Ziel Bourg d’Oisans, am Fuße nach Alpe d `Huez

       
 

                                  

Le gardien de nuit

The "watchman"

Der Wachhund !!!!!!

 

 

 

 

Schon jetzt waren die Fahrer von den zu erkennenden Kehren hoch nach Alpe d’Huez beeindruckt. Nachdem man sich auf einem direkt am Fuße des Berges gelegenen Campingplatz häuslich eingerichtet hatte, konnten es die Fahrer nicht mehr erwarten die Berge, im wahrsten

Sinne des Wortes zu erfahren.

     

Die Truppe bei der ersten Ausfahrt nach Huez

am Stausee ( Bge. du Verney )

Sehr schnell merkte man, was es bedeutet einen Berg in den Alpen zu erklimmen.

Steigungen von durchschnittlich 7-8 % auf eine Länge von 10 Kilometern sind nichts Außergewöhnliches. So zeigte sich auch innerhalb der Gruppe sehr deutlich, wer besonders gut trainiert hatte. Von einer anderen Seite fuhr man in den Berg hinein, der von so vielen Fahrern gefürchtet ist.

 

Daniel, Cave, Bernie, Erich im Anstieg nach Huez

 Blick auf Bourg d`Oisans

Was      

               Was die Fahrer dort erwartete, lässt sich nur ganz schwer in Worte fassen. Schon vier Tage

               vor dem Zeitfahren hatten Deutsche, Holländer, Amerikaner, Belgier, Spanier...   den Berg

               „besetzt“ und machten Party, beklatschten und feuerten jeden an, der sich an ihnen vorbei quälte.

               Die anschließende Abfahrt konnte man nicht genießen, denn zu steil ging es hinunter zum

               Campingplatz zurück. Aber jedem Fahrer merkte man an, dass er sich auf den Höhepunkt der

               Tour freute, Alpe d’Huez zu erklimmen.

               Doch am nächsten Tag sah der Tourplan der Gruppe vor, den Galibier (Ausgangspunkt Bourg

                   d´Oisans 730 hm - Col du Lautaret 2058 hm-Galibier  2646 hm) zu erklimmen.

Den

              Den Fahrern stand eine 50 Kilometer lange Bergauffahrt bevor. Die herrliche, überwältigende Land-

              schaft zu genießen und die langen, steilen Anstiege zu verfluchen, wechselten sich ab, denn eine

              durchschnittliche Steigung von 7.5% forderten den Fahrern alles ab. Als alle schließlich den Gipfel

              erklommen hatten, war die Freude, den inneren Schweinehund mehrfach überwunden zu haben,

              riesig.

             

Dietmar, Manni , Pitter  Wilfried

auf der Anfahrt zum Galibier

Erich und Cave

Willi kurz vor der Passhöhe

Das Team auf dem Galibier

          

             

Am Dienstag  hatten sich alle die 21 Kehren hoch nach Alpe d’Huez zum Ziel gesetzt. Durchschnittliche 8 % galt es zu bezwingen, wobei die ersten Kehren mehr als 10 % steil waren. Aber nicht nur die steilen Passagen machten den Fahrern zu schaffen, sondern die Menschenmassen – man sprach von 600000 Menschen – ließen an manchen Stellen kein Fahrradfahren zu. Auch hier spürte der Amateur, was es heißt, wenn der Profi von dem besonderen Gefühl von Alpe d’Huez spricht. Unzählige Fans feuern jeden an, der den Berg bezwingen will. Hier ist es egal, wie schnell man den Berg hoch fährt, honoriert wird allein die persönliche Leistung. „Jetzt weiß ich, wie sich ein Bergsteiger fühlt, der einen Achttausender bezwungen hat.“ Dies sagte einer der Hobbyfahrer aus Asbach und hat wohl die Gefühle aller in der Gruppe treffend beschrieben. So konnte man es auch verschmerzen, dass Lance Armstrong den Rest der Profis deklassierte und die Tour 2004 dominierte.

 l'Alpe-d'Huez (1860 m)

 

le Bourg-d'Oisans (Westrampe)
 13  km / 1130 Hm

Tatsächlich hat die Straße aus dem Romanche-Tal hinauf in das Wintersportzentrum für Radsportfreunde einiges zu bieten. Im Örtchen le Bourg-d'Oisans (730 m Höhe) macht die N91 von Grenoble aus kommend einen scharfe Linkskurve, führt über das Flüsschen Romanche und einige Meter dahinter biegt man nach Links ab auf die Straße nach l'Alpe-d'Huez. Der Anstieg beginnt wenige hundert Meter dahinter. Er führt fast gleichmäßig mit Steigungen von 10-11% (höchstens aber 12%) über 14 km bis auf 1860 m Höhe. Die Straße ist (wegen des Winterverkehrs) gut ausgebaut und durchgehend zweispurig. Berühmt in Radsportkreisen sind ihre 21 Serpentinen, in denen sie die steilen, zum Teil felsigen Hänge hinaufführt. Diese Serpentinen sind numeriert von Nr. 21 ganz unten bis zur Nr. 1 kurz vorm Ortseingang. In jeder Kurve stehen Schilder mit der Nummer der absolvierten Serpentine und einer Höhenangabe.   Die ausgeschilderte Serpentinennumerierung macht die Fahrt aber zum Kampf. Wer mit hohem Tempo unten hinein fährt und immer genau auf die Schilder achtet, die einem sagen, wieviel Serpentinen noch vor einem liegen, der versteht schnell, was l'Alpe-d'Huez zum Radklassiker macht!

 

 

Die Kehren nach Alpe d´Huez

 

 

 

 

in Alpe d´Huez (1495 Hm)

                

Am Mittwoch erwartete man die Fahrer in Bourg d’Oisans. Erstaunt und erfreut zugleich stellte man fest, dass die Profis keinerlei Berührungsängste mit ihren Fans hatten. Bereitwillig gaben sie Autogramme oder beantworteten die Fragen der Neugierigen. Bert Grabsch vom „Team Phonak“ zeigte sich besonders aufgeschlossen gegenüber der Gruppe und besorgte einige Fanartikel.

Wilfried und Bert Grabsch

Bert und seine Fangruppe

Aber auch die Profis  Jens Voigt, Danilo Hondo, Rolf Aldag waren äußerst nett. Man konnte aber auch bemerken,   dass auch ausgebuffte  Profis Respekt vor den Bergen haben, denn vor der bevorstehenden Königsetappe hatten einige sogar richtig Angst, diese Strapazen zu überstehen.           

      

Jan beim Zeitfahren

Ergebnis 16 Etappe: Bourg d´Oisans-Alpe d´Huez 15,5 km 1. Armstrong 39´41 ", 2.Ullrich 1´1", 3. Klöden1´41", 89.Grabsch 6´38"

Bert beim Zeitfahren

Den Donnerstag verbrachten einige der Gruppe bei herrlichem Wetter im Schwimmbad, andere quälten sich nochmal einige Kilometer die Berge hoch. Für die Profis stand die Königsetappe auf dem Plan.

   

Jan vor dem Start zur Königsetappe

 

Daniel und Bert kurz vor dem Start

Spät am Abend traten neun begeisterte             Radsportfreunde die 15-stündige Heimreise an und ließen eine überwältigende Bergwelt zurück, mit dem festen Vorsatz:

Alpe d’Huez, wir kommen wieder!

no           

An der Tour nahmen teil:
Wilfried Borens, Erich Groß, Willi Simon,  Klaus Weißenfels (CAVE), Manfred Pott, Bernd Frings, Dietmar Eckhardt, Daniel Borens, Manfred Krämer (Pitter)